auf Achse in fünf Ländern Afrikas - Reisebeschreibung

Jambo! Auch 5 Wochen nehmen irgendwann Mal ein Ende. Zuvor bin ich aber von Highlight zu Highlight gestolpert. Oder besser gerüttelt. Die Straßenverhältnisse, vor allem in den vielen Baustellen, im östlichen Afrika waren wie erwartet eine Herausforderung, aber auch eine bewaffnete Auseinandersetzung zweier Massai Stämme, sowie kleine technische Probleme bei Lennon, unserem Truck, oder die endlosen Auto- und Lkwströme rund um die großen Städte wie Dar es Salaam, Arusha, Nairobi und Kampala konnten uns auf unserer langen Fahrt durch die unglaublich interessanten Landstriche der 5 Länder nicht aufhalten. Vor allem in den ersten Wochen vergingen die Stunden im Truck durch jede Menge Karten-, Schach,- oder sonstige Spiele wie im Flug. Da wir an den meisten Tagen morgens vor 6 Uhr auf der Straße waren, konnte man hier auch den fehlenden Schlaf nachholen und sich schön erholen.
Kommen wir aber zurück zu den angesprochenen Highlights, die ich Euch in Reihenfolge mit den Tagen aufführen möchte:
Tag 3: Besuch eines kleinen Dorfes in Sambia
Tag 4: Im South Luangwe Nationalpark vier Leoparden an einem Tag gesehen
Tag 7: Bootsausflug in ein Sumpfgebiet mit vielen Eisvögeln
Tag 8: Sonnenaufgang am Lake Malawi
Tag 9: Teeplantagen im Hochland von Malawi
Tag 10: Giraffen während des Sonnenuntergangs im Mikumi Nationalpark
Tag 12: Gewürztour auf Sansibar
Tag 13: Schnorcheln am Traumstrand vor Sansibar
Tag 14: Sonnenuntergang am indischen Ozean
Tag 18: Im Serengeti Nationalpark: Löwen beim Fressen, drei Leoparden gleichzeitig auf einem! Baum
spät abends: Elefant in unserem Camp
Tag 19: Im Serengeti Nationalpark: große Herde mit Zebras, Gnus und Giraffen
spät abends: Milchstraße und Sterne am Rand des Ngorongoro Krater
Tag 20: Die Tierwelt des Ngorongoro Krater: riesiges Löwenrudel und Bienenfresser in Aktion
Tag 22: Besuch bei den Massai´s
Tag 22: Masai Mara Naturreservat: Gepard im Sonnenuntergang
Tag 23: Masai Mara Naturreservat: Gepard im Morgenlicht, große Herden und Überquerung des Fluss Mara von Zebras und Gnus
Tag 24: Flamingos am Lake Nakuru, Löwin mit drei Babylöwen
Tag 26: Wildwasserrafting auf dem Nil
Tag 27: Überquerung des Äquators mit Experiment
Tag 28: Die Gorillas in den Bergnebelwäldern von Uganda
Tag 29: Die Vogelwelt des Lake Bunyonyi
Tag 30: Gewitter in der Ferne
Tag 31: fliegenden rote Bienenfresser und der Murchison Wasserfall.

 

Wenn mir nun einer die Frage nach dem absoluten Highlight stellt, dann wird es schwierig. 
Ganz klar war der Tag der aufregenden Begegnung mit den Berggorillas wie erhofft ein vermutlich einmaliges und extrem spannendes Erlebnis. Bis dahin und auch danach hatte jeder Tag seinen kleinen oder großen Höhepunkt und macht somit diese Art des Abenteuers für mich so speziell.
Aus fotografischer Sicht ergeben sich natürlich viele Herausforderungen, da unterwegs nicht viel Zeit dafür bleibt und auch bei den Ausflügen die Geduld mancher Menschen nicht ausreichend ist, um die endgültig schönen und unglaublichen Momente der Natur abzuwarten und festzuhalten. Unterwegs habe ich auch dieses Mal vor allem bei langsamer Fahrt durch die Landschaft und die Dörfer versucht das tägliche Leben und die Schönheit der Umgebung einzufangen. Bei vielen unserer kurzen Stopps auf Märkten oder bei kleinen Obstverkaufsständen nutzte ich die Zeit zum Fotografieren. Fotos von unseren Camps oder Unterkünften habe ich kaum geschossen. Dafür blieb vor allem an Tage mit mehreren Nächten am gleichen Camp viel Zeit, um früh aufzustehen und die Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge zu fotografieren. In den Nationalparks lag der Fokus ganz klar auf den Großkatzen und allen weiteren Säugetieren. Ich wurde jedoch nie müde auf die unglaublich bunte und vielfältige Vogelwelt hinzuweisen und wurde mit vielen schier unglaublichen Aufnahmen damit belohnt. Hauptsächlich am Boden lebenden Vögel wie der Sekretär oder Hornvögel, große Greifvögel im Flug oder mit Beute, bis hin zu kleinen bunten Vögeln wie den Eisvögeln und der Gabelracke konnte ich immer wieder schön festhalten. Die Krönung sind ein paar Aufnahmen von Bienenfressern im Flug, bei der Jagd und mit Schmetterling und Biene im Schnabel. Abseits der Fotografie gab es wieder unglaublich viel Neues zu entdecken und zu erleben. Neue Länder mit anderer Kultur. Neue Traumstrände und Landschaften. Neue Gedanken. Und natürlich neue Freunde und wertvolle Reisegefährten. Ich danke hier auch jedem, den ich unterwegs getroffen, kennengelernt und schätzen gelernt habe. Es war eine schöne und unvergessliche Zeit.
Asante!